Digitale Dividende

Das wirtschaftliche und technische Umfeld der Rundfunkverbreitung befindet sich im Umbruch. Der analoge Fernsehrundfunk wird kurz- bis mittelfristig vollständig durch digitale Übertragungen ersetzt. Neue Inhaltsangebote, die über den klassischen Rundfunk hinausgehen, stehen an und benötigen geeignete Übertragungskapazitäten, um Kunden zu erreichen. Digitale Dividende ist hier das Zauberwort – ein ergänzend geschaffener Platz auf dem extrem dicht belegten Frequenzspektrum.

Attraktive Frequenzbereiche werden durch Digitalisierung frei

Unter dem Begriff Digitale Dividende versteht man das zusätzliche Frequenzspektrum, das durch die Digitalisierung der vormals analogen Technik von Rundfunk und Fernsehen verfügbar wird. Durch diese Umstellung wird es möglich, die vorher analog genutzten Frequenzen effektiver einzusetzen. Die Übertragungskapazität vergrößert sich bei gleich bleibendem Spektrum. In einem analogen TV-Kanal können ca. sechs bis acht digitale TV-Kanäle dargestellt werden. Dadurch werden zusätzliche Frequenzen gewonnen. Eben jener Gewinn wird als Digitale Dividende bezeichnet. Das Frequenzspektrum der Digitalen Dividende im UHF-Band (Ultra High Frequency, 300 MHz bis 3 GHz) liegt zwischen 490 und 862 MHz.

Der Frequenzbereich 470-790 MHz – und damit der Großteil aus der Digitalen

Dividende – ist für den Rundfunk vorgesehen. Der Bereich um 790 und 862 MHz soll hingegen dem Mobilfunk zugeschrieben werden.